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Energiepass

Um die Energieeffizienz der Wohngebäude zu verbessern und um den Energieverbrauch und die CO2-Emissionen in dem Wohngebiet zu reduzieren, gilt seit dem 1. Januar 2008 ein neues Gesetz im Großherzogtum Luxembourg, welches die europäische Richtlinie 2002/91/CE über die Energieeffizienz von Neubauten und Bestandsimmobilien umsetzt.

Was genau ist der Energiepass?

Der Energiepass ist ein Gütesiegel für die Energieeffizienz von Wohngebäuden. Durch den Energiepass sehen interessierte Personen sofort, ob es sich um ein energiesparendes oder energieintensives Wohngebäude handelt. Der Energiepass gibt klar und deutlich den Energiebedarf der Gebäude und Wohnungen an. Der Kunde ist selbst ohne technische Kenntnisse fähig, die energetische Qualität der Wohngebäude einzuschätzen.

Welche Informationen befinden sich auf dem Energiepass?

Der wichtigste Bestandteil des Energiepasses ist die Energieausgaben-Kennzahl, die auf dem für das Wohngebäude berechneten Energiebedarf beruht. Diese Berechnung wird nach genauen Regeln durchgeführt, die durch die großherzogliche Regelung über die Energieeffizienz von Wohngebäuden vom 30. November 2007 definiert sind. Daraus ergibt sich eine Rangliste der Wohngebäude, die nach einem Klassensystem angeordnet werden, das dem der Elektrogeräte ähnlich sieht.

Der Pass informiert unter anderem über den Energiebedarf und die CO2-Emissionen des jeweiligen Gebäudes. Er bietet außerdem Vorschläge zur Energieoptimierung von Bestandsimmobilien an. So wird hier zum Beispiel aufgeführt, inwiefern eine zusätzliche Isolierung der Außenwände und die Integrierung einer thermischen Solaranlage den Energiebedarf und somit auch die Klassifizierung des Wohngebäudes beeinflussen können. Das Erstellen eines Energiepasses sowie seine Ergebnisse verpflichten keinesfalls dazu, die Energierenovierungsarbeiten direkt durchzuführen.

Die Kennzahl wird von dem Zusammenhang zwischen dem Energiebedarf und der Energiebezugsfläche bestimmt. Diese Fläche entspricht dem konditionierten Teil der Nettogrundfläche innerhalb der thermischen Hülle. Ein konditionierter Bereich ist ein Bereich, für den bei einer Standardnutzung eine Heizung oder Klimaanalage benötigt wird.

Für die Berechnung der Energieeffizienzklasse werden alle Faktoren, die den Energiebedarf eines Hauses oder einer Wohnung bestimmen, berücksichtigt. Die Wärmeerzeugung für die Heizung und das Warmwasser werden deshalb bei der Berechnung der Energie-und Umwelteffizienz, mit der die gewählte Brennstoffenergie genutzt wird, berücksichtigt. Des Weiteren wird ebenfalls die Art wie der Energieträger – Erdgas, Öl oder Strom – gewonnen und verarbeitet wird, bevor er bei dem Kunden ankommt, berücksichtig.

Erstellen eines Energiepasses

Einfach, unbürokratisch und ökonomisch

Auf 5 Seiten erklärt der Energiepass die energetische Qualität des gesamten Wohngebäudes. Der Pass wird für das ganze Gebäude erstellt und ist 10 Jahre lang gültig. Die Kosten sind von dem für die Eigentümergemeinschaft verantwortlichen Eigentümer zu tragen.

Seit dem 1. Januar 2008 ist der Energiepass Pflicht für Neubauten und Renovierungsarbeiten, die eine Baugenehmigung benötigen. Seit dem 1. Januar 2010 ist der Pass verpflichtend für den Verkauf oder die Vermietung von Bestandsimmobilien.